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kind words, great reviews. check out http://blamayertv.wordpress.com

Was ich da sehe ist mehr als bloß eine Mystery-Serie mitsamt Ehedramas – ich sehe eine Ambition und Mut in Österreich heranwachsen, aus dem Genre-Einheitsbrei aus Krimi- und Comedy-Serien auszubrechen und eine anspruchsvolle Erzählstruktur ausprobieren. Die Zuseherzahlen honorieren das (leider fast erwartungsgemäß) nicht so sehr, weswegen ich einen Gegenpol setzen möchte. Ich tue das nicht nur, weil ich Janus wirklich gut finde, sondern auch, weil die Serie meiner Meinung nach ein Zeichen setzt – ein Zeichen, dass wir auch hierzulande abwechslungsreiches, anspruchsvolles Fernsehen produzieren wollen und können. Ein besseres Beispiel als Janus hätte ich mir nicht wünschen können.

http://blamayertv.wordpress.com/2013/11/13/kritik-janus-7/#more-1389


Janus

Usually, they talk about “Breaking Bad”, “The Walking Dead”, “Dexter” or “Game of Thrones” – this time, about “Janus”. That in itself is quite the compliment. The rest is “bonus”.

“Janus”: Ein kurzes Lob

15.10.2013 17:53 |  von Heide Rampetzreiter

Ja, so kann Serie im ORF aussehen. Mehr davon.

Wir loben an dieser Stelle gerne US-Serien, heute ist einmal eine ORF-Serie dran: “Janus“, die neue Serie am Dienstag in ORF eins. Alexander Pschill spielt den Familienvater und Psychologen Leo Benedikt, Franziska Weisz die Bezirksinspektorin Cara Horvath. Gemeinsam lösten sie Verbrechen, für einen Spannungsbogen über die gesamte Serie sorgt eine rätselhafte Pille, die Schizophrenie heilen soll. In deren Entwicklung ist wiederum Benedikts blutleere Ehefrau (Barbara Romaner) verstrickt, die für das titelgebende Pharmaunternehmen arbeitet.

Der Siebenteiler ist erstaunlich hart: In Folge zwei entlarvt der gute Doktor eine Siebenjährige als Psychopathin. Die von der rätselhaften Pille geschädigten Patienten begingen reihenweise Selbstmord, indem ihren Kopf tödlich lange und heftig gegen die Wand schlagen. Der Ausstrahlungstermin um 21:05 Uhr geht also durchaus in Ordnung.

Mit der Figur der harten, distanzierten Horvath springt der ORF übrigens auf einen internationalen Trend auf. Menschen mit schwierigem sozialen Verhaltensweisen bis hin zu Soziopathen haben im Fernsehen Hochkonjunktur: Von Dr House über Sherlock (die BBC-Serie) bis – ganz aktuell – Diane Kruger in der US-Remake “The Bridge”, deren Figur das Asperger Syndrom hat.

Auch Benedikt ist nicht gerade die Sorte Figur, die man auf Anhieb sympathisch findet: So nett und introvertiert er wirkt, ist er doch im doppelten Wortsinn unheimlich gut darin, sich in psychisch Kranke hineinzuversetzen und, wie der “Mentalist”, in anderen Menschen zu “lesen”. Ein wenig Lockerheit und Humor bringt die Romanze zwischen Staatsanwalt Konstantin Fink (Andreas Kiendl) und Benedikts Assistentin Miriam Karner (Barbara Kaudelka).

Schön aus, dass man (jedenfalls nicht gleich zu Beginn) auf die sexuelle Spannung zwischen dem Mann und der Frau des Hauptduos Benedikt/Horvath setzt. Das hat man seit “Akte X” einmal zu oft gesehen.

“Janus” ist geschickt darin, ein wenig zu verraten und viel zu verschweigen. Daas funktioniert, wie die etablierte Struktur aus einem Fall pro Folge und dem Staffelrätsel. Ich will mehr wissen über diesen klugen und irgenwie hilflosen Psychologen und die Kindheitstraumata der schlagkräftigen Inspektorin.

Heute steht aber ein anderer Krimi auf dem Programm: Das österreichische Fußball-Nationalteam gegen die Insel-Hobbykicker von Färöer. Ein Angstgegner sozusagen. Aber “Janus” wird nachgeholt. Der TVthek sei Dank.

“Janus”, (7 Folgen), Dienstag, 21.05 Uhr in ORF eins

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